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Mississippi-Blues-Trail – Deep & Dark

Östlich des Mississippi, im tiefsten Süden der USA, im gleichnamigen Bundesstaat trifft man allerorts auf kleine blaue Schilder mit der Aufschrift „Mississippi Blues Trail“. Alle führen zur Wiege des Blues, zu legendären Clubs, Geburtsorten von Musikern, Plattenstudios und Museen. Über 140 musikalische Zeitreisen, die eine amerikanische Kontrast-Kultur und -Geschichte, in der Schwarze lange Zeit nur rechtlose „Nigger“ waren, authentisch widerspiegeln. Anfang des 20. Jahrhunderts erfanden hier Jugendliche einen Musikstil, der genauso deep ´n dark, rau und aggressiv war wie ihr Land, das sich 100 Jahre lang weigerte, den amerikanischen Nationaltag zu feiern und erst vor 13 Jahren den bereits 1865 ratifizierten elementaren 13. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten anerkannte, mit dem Sklaverei in allen amerikanischen Bundesstaaten verboten wurde.

„Birthplace oft the Blues“ erzählt Geschichte, Geschichten und Legenden, wie die von Robert Johnson. 1911 in Hazlehurst geboren, der dem Teufel seine Seele für den Blues verkauft haben soll. 1938 starb des Teufels Gitarrist keineswegs – wie oftmals kolportiert – durch das Gift eines eifersüchtigen Ehemanns, sondern an Syphilis. Seine letzte Ruhestätte findet man an gleich drei Orten rund um Greenwood und zwei gekreuzte Gitarren erinnern in Clarksdale an seinen „Deal“. Wahr ist, dass er den damaligen, von Charlie Patton, Son House und Skip James dominierten, ursprünglichen Blues in einem neuen Stil spielte, der dann von Musikern wie Muddy Waters und Elmore James aufgegriffen und später von jungen Bluesrockmusikern wie Jimi Hendrix, Mike Bloomfield, John Fogerty und Bob Dylan als eine wichtige Inspiration beachtet wurde. Keith Richards nannte ihn „den größten Folk-Blues-Gitarristen, der jemals gelebt hat“ und für Eric Clapton ist er „der größte Sänger, der größte Songwriter“.

„Birthplace oft the Blues“ erzählt auch die Geschichte von Son House:

Wenngleich der Mississippi- Delta-Blues heute oftmals als Spiegelbild amerikanischer Selbstwahrnehmung und kontrovers interpretierbarer Geschichtshistorie interpretiert wird, strebten Son House, Robert Johnson, Albert & B.B. King, Honeyboy Edwards, Muddy Waters, John Lee Hooker, Sunnyland Slim, Willie Dixon, Skip James, James Cotton, Memphis Minnie, Jimmie Rodgers, Tammy Wynette, Conway Twitty, Ike Turner, Bo Diddley, Jimmy Buffett oder Jerry Lee Lewis keineswegs einen politischen Protest an. Sie lebten und liebten nur ihre Musik. Viele von ihnen gerieten in Vergessenheit, verstarben oder vergaßen ihren Blues. Andere aus der „Gründerzeit“ leben dagegen heute noch ihren Mississipi-Delta-Blues – wie beispielsweise Riley B. King, 1925 geboren, der selbst als 90-Jähriger immer noch als „Blues boy“ B.B. King  rastlos mit seiner geliebten „Lucille“ quer durch die Staaten tourte – oftmals begleitet von namhaften Rockgitarristen wie Eric Clapton, Jeff Beck, Buddy Guy, Jimmy Vaughan, Steve Winwood, Keith Richards, Ronnie Wood und anderen. Leider ist er kürzlich verstorben und mit ihm seine geliebte Lucille erstummt.  Unvergessen sein Auftritt „The Thrill is gone“ beim Crosswood Festival 2010 – hier ein kurzer Ausschnitt:

Info-Box

Verkehrsbüro Memphis & Mississippi
mit allen relevanten Links zum Blues und zu Memphis & Mississippi
Festivals
mit allen aktuellen Festivaldaten
Bluestrail
mit kostenloser iTunes-App „Mississippi Blues Trail“, mit Reiserouten und ausführlichen Informationen über alle Blues-Musiker aus Mississippi, ihre Musik und Videos.
Delta-Blues-Museum
B.B. King Museum

Reiseveranstalter:
AAR Anglo – American Reisebüro
ARR Reisen
FTI

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